Über das Edelweiss - siin company
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Über das Edelweiss

Das Edelweiss.

 

Das Edelweiss gehört zu der großen Familie der Korbblütler, die ca. 25.000 Arten, unterteilt in 1.500 verschiedene botanische Gattungen, umfasst. Zur Gattung „Leontopodium“ gehören etwa 30 bis 40 Arten, die hauptsächlich in Asien (Himalaya, Altai, Sibirien und China) vorkommen, wobei die größte Artenvielfalt im tibetischen Hochland zu finden ist.
Eine Urform des „Leontopodium“ soll nach der letzten Eiszeit in die Alpen eingewandert sein und sich in zwei unterschiedliche Arten aufgespaltet haben, welche sich von den übrigen Vertretern dieser Gattung unterscheiden und nur in den Gebirgen Zentral- und Osteuropas vorkommen. Das „Leontopodium alpinum“ kommt in den Pyrenäen, den innereuropäischen Alpen, im Jura, im ligurischen Apennin, dem nördlichen Balkan und in den Karpaten vor. Das „Leontopodium nivale“ hingegen wächst in den Abruzzen, Shleijb bei Ipek und im Pirin-Gebirge.

 

Link:
https://www.youtube.com/watch?v=fYUYPL_P6so

 

Zum Namen.

Der botanische Name „Leontopodium “ leitet sich von der charakteristischen dicht pelzigen, weißen Behaarung ab (griech. Leon für Löwe, podion für Füßchen). Weitere Trivialnamen sind Wollblume, Bauchwehblümerl, Almsterndl, Federweiss, selten auch Silberstern und Wülblume (in der Schweiz). Der Name „Edelweiss“ dürfte 1785 in Osttirol oder dem benachbarten Kärnten geboren worden sein.

 

Der Lebensraum des Edelweiss.

Das Edelweiss gedeiht in voller Sonne, auf kalkhaltigen, schwach humosen Böden in Höhen von ca. 1.500 bis 3.500 Metern. Es reagiert sehr empfindlich auf Nässe. Bei vollsonnigen Standorten entwickelt es die weißen, strahlenden Blätter. An halbsonnigen Standorten bleiben die Blätter eher grau. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm. Die Blütezeit ist von Juni bis September. Das Edelweiss findet man auf steinigen Wiesen, Kalksteinfelsen, seltener auf Alpwiesen, ist ungleichmäßig verteilt und bevorzugt felsige Kalksteinumgebung auf Höhenlagen zwischen 1.500 und 3.500 Metern. Es zeigt eine Präferenz für kieselsäurehaltige Standorte, auch auf Kalk.

 

Vorkommen in Österreich.

In Österreich findet man das Edelweiss z.B. in Kärnten am Gailtaler-Höhenweg, am Blumenberg, dem Blaser oder am Gamsjoch im Karwendel in Tirol, oder in der Steiermark bei Tragöss, alle in ca. 2.000 m Seehöhe. Ein kleines Anbaufeld mit Edelweiss im biologischen Anbau befindet sich bei „Veronikas Kräuterhof“, in Fischbach in der Steiermark, auf ca. 1.000 m Seehöhe.

 

Links:
http://www.blaserhuette.at

http://www.bergfex.at/sommer/steiermark/touren/wanderung/3414,edelweisswiese-bei-tragoess/

http://www.veronikas.at

 

Blüte und Blätter.

Die Edelweiss-Blüte ist nur eine Scheinblüte. Der Eindruck entsteht durch die weißen pelzigen Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sitzen zu vielen Hunderten, in einzelnen Blütenkörben organisiert, inmitten des Sterns beisammen und bilden zusammen mit den Hochblättern eine bestäubungsbiologische Einheit. Der blendend weiße Schimmer auf den Hochblättern entsteht durch die Reflexion von einfallendem Licht auf tausende kleine Luftbläschen, die in den krausen Haaren der Pflanze gefangen sind. Dieser Schimmermantel ist Signal für Honig suchende Insekten, Verdunstungsschutz, und schützt das Edelweiss auch vor einem Wärmeverlust. Bestäuber sind vor allem Fliegen, sowie Hautflügler, Falter und Käfer. Im Tal wachsende Pflanzen werden größer und erscheinen wegen der weniger dichten Behaarung grünlich.

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